Kritik an Trumps Imperialismus?Bayer-Trainer Hjulmand erklärt Grönland-Aussagen

Kasper Hjulmands Aussagen zur Heimat seiner Lebensgefährtin sorgten für Aufsehen. Kritisierte er dabei US-Präsident Donald Trump? Nun äußerte sich Leverkusens dänischer Trainer erneut zum Thema.
Der dänische Bundesliga-Trainer Kasper Hjulmand hat seine bemerkenswerten Grönland-Aussagen unterstrichen und die Beweggründe erläutert. Es gehe ihm "um grundlegende Menschenrechte, um etwas Grundlegendes im Leben", sagte der Coach von Bayer Leverkusen, bei den Dingen, an denen er beteiligt sei, wolle er versuchen, "die Welt zu einem besseren Ort für die nächste Generation zu machen".
Zuvor hatte Hjulmand in einer Neujahrsbotschaft bei LinkedIn seine "herzlichsten Gedanken" an das "wunderschöne grönländische Volk" gesendet. In dem Beitrag kritisierte der 53-Jährige indirekt die Politik des US-Präsidenten Donald Trump, der zuletzt den Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Grönland bekräftigt hatte. Nach dem US-Militärangriff auf Venezuela sind die Ängste bei westlichen Partnern der USA gewachsen, dass Trump es mit seinen Drohungen über eine Einnahme Grönlands ernst meinen könnte.
Aussagen waren "nichts Politisches"
Hjulmand schrieb von einer "verrückten und sich schnell verändernden Welt, in der der Feind für manche Führungspersönlichkeiten Wissen, internationale Strukturen, Dialog und Respekt für kulturelle Unterschiede" seien. "Für Menschen wie sie ist die Welt für Raubtiere", schrieb der frühere dänische Nationalcoach: "Aber es gibt einen anderen Weg. Ich hoffe auf mehr Menschlichkeit, Empathie und Liebe."
Hjulmand, der mit der Grönländerin Maliina Abelsen (49) liiert ist, erläuterte seine Aussagen am Nachmittag. Es sei "nichts Politisches", auch wenn manche Leute dies behaupteten. "Ich habe noch nie etwas zu politischen Themen gesagt. Es geht nicht um links und rechts", sagte Hjulmand, er denke einfach, "dass wir jeden, wo auch immer wir auf der Welt sind, mit Respekt und Empathie behandeln und ein kleines bisschen positive Schwingungen nach draußen geben sollten". Er sei zwar "Trainer, aber ich bin in erster Linie auch ein Mensch".